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DAS DENKSTEIN-PROJEKT

Ein Denkstein, wie bislang auch ein Rostocker Stolperstein, ist ein "Erinnerungsmal" im Bürgersteig der Hansestadt Rostock, auf dem ein Name, letzter Wohnort, Todesdatum und -ort eingraviert sind.

Der "Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V." (desweiteren "Förderverein") setzt mit den Steinen jenen Menschen ein Denkmal, die in der Zeit des Nationalsozialismus als Juden verfolgt ums Leben kamen. Jeder Stein wird in das Pflaster vor jenem Haus eingelassen, an dem diese Opfer der Judenverfolgung zuletzt gelebt oder gewirkt haben.


Die Familie Zuckermann, 1933.


Ein Stolperstein für Perle Zuckermann in der Rostocker Altschmiedestraße 26.

"Denksteine" sind bleibende Zeichen: greifbar, schlicht, unaufdringlich und ein Bestandteil des Stadtbildes. Hinter jedem Stein steckt ein schreckliches Schicksal. Das Wirken vieler Verfolgter, derer so gedacht wird, hat bis heute Bedeutung für die Nachwelt. Von den Nationalsozialisten verfolgt, kamen viele Juden Rostocks ums Leben. Manche wurden in den Suizid getrieben, andere starben, weil ihnen lebensrettender Schutz verwehrt wurde, wieder andere wurden in Ghettos und Konzentrationslagern gemordet. Nur wenigen gelang die Flucht ins rettende Ausland, wo sie dem Holocaust an den Juden, auch die Schoah (שואה) genannt, entkamen. Noch viel weniger der Deportierten überlebten die ihnen zugedachte Vernichtung.

Möchten Sie unser Projekt unterstützen?

Im Jahre 2000 griff der "Förderverein" die Idee Gunter Demnigs auf, die erstmals 1992 in Köln verwirklicht wurde und begann auch in Rostock Steine zu setzen. Diese Initiative führt der Verein ab 2016 als Denkstein-Projekt fort.
Die "Stiftung – Spuren – Gunter Demnig" hat 2015 der weiteren Nutzung des Begriffes Stolperstein durch die Rostocker Initiative widersprochen. Die Demnig-Stiftung hatte sich 2006 den Begriff "Stolperstein" als geschützte Marke eintragen lassen. Sie mochte dem weiteren Gebrauch des Begriffs Stolperstein auch gegen Gebühr nicht zustimmen. Der Verein hat daher den Begriff "Denkstein" gewählt, um auch weiterhin die vielen Beteiligten dieser Rostocker Initiative einbeziehen zu können.

Auch künftig orientieren sich Termine für Steinsetzungen daran, wie Angehörige und Freunde der ermordeten Menschen ihre Teilnahme einrichten können. Dann folgt die terminliche Abstimmung mit den übrigen Beteiligten (forschende Interessierte wie z.B. Schüler; die Spender und die vielen Enthusiasten, die Steinenthüllungen feierlich gestalten). Die Steine werden ausschließlich durch Geldspenden von privaten Personen, Vereinen und Unternehmen finanziert.
Nach heutigem Forschungsstand wurden etwa 100 Rostocker im Nationalsozialismus als Juden ermordet. Es ist vorgesehen für jedes Opfer einen Denkstein zu setzen. Bis zum 31.12.2020 waren es 66 Steine. In der Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird auch derjenigen gedacht, die aufgrund ihrer Erkrankung, ihrer politischen Gesinnung oder ihres Andersseins von den Nationalsozialisten ermordet wurden. So befinden sich auf dem Gelände der ehemaligen "Nervenheilanstalt Gehlsheim" Denksteine für Menschen, die der Euthanasie zum Opfer fielen. Diese Denksteinlegungen werden auf Initiative verschiedener Organisationen und Institutionen vorgenommen.

Mit einer Spende von 135,-€ ermöglichen Sie einen Denkstein. Auch Denksteine werden im Auge des aufmerksamen Betrachters Stolpersteine sein, die ihn zum Anhalten, Lesen und Nachdenken bringen.

Die Bankverbindung des Fördervereins für Ihre Spenden:
IBAN: DE50 1309 0000 0001 8200 28 * BIC: GENODEF1HR1
Bankname: Rostocker Volks- und Raiffeisenbank * Kontoinhaber: Förderverein Max-Samuel-Haus

Hinweis: Benötigen Sie eine Spendenbescheinigung über Ihre getätigte Spende, dann teilen Sie uns das bitte per e-Mail mit. Wir schicken Ihnen diese Bescheinigung dann an Ihre Postadresse zu.