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Die Kosegartensiedlung im Rostocker Hansaviertel ist eine denkmalgeschützte Siedlung, welche von 1928 bis 1930 im Architekten Walter Butzek im Stil des Neuen Bauens und der Neuen Sachlichkeit errichtet wurde.

Bei seinem Architekturentwurf orientierte sich Butzek an der 1927 stattfindenden Ausstellung „Die Wohnung“ spezielle an der Weißenhofsiedlung von Stuttgart, welche zu dieser Zeit strake Aufmerksamkeit bekam. Butzeks Aufgabe war es, für die Kriegsversehrten des Ersten Weltkriegs Wohnungen zu bauen, welche sowohl kostengünstig als auch schlicht waren.  

Da das Grundstück, auf dem die Siedlung gebaut werden sollte, vom Grundriss dreieckig war, bedingt durch die Hundermännerstraße sowie durch die Bahnstrecke Rostock-Wismar und Rostock-Warnemünde, wurden auch die Häuser in dieser Siedlung dreieckig angeordnet. Weiterhin wurde die Häuser wohlproportioniert, streng quaderförmig und dreigeschossig errichtet. Es wurde sich am sogenannten Goldenen Schnitt orientiert. Butzke verwendete den Dachtyp – Flachdach, die mit der Fassade abschließt. Die horizontale Linienführung wird standardisierten Fenstern und Türen unterstreichen. Die schlichte Gestaltung wird mit Anordnung und der Form der Fenster verstärkt. Jedes Haus hat vier Fenster, welche jeweils paarweise angeordnet und dreigliedrig unterteilt sind. Es wurde ausnahmslos ein heller, glatter Fassadenputz verwendet, um einen Kontrast zu den dunkelbraunen Türen und Fenstern zu erhalten.

Die anfängliche Impression ist heute nicht mehr erhalten, trotz der denkmalgeschützten Fassade seit 1984. Durch Farb- und Strukturänderungen der Gebäudefassaden, das Anbringen von Wärmedämmung sowie Farbänderung der Häusersockel erfolgte eine Veränderung und eine Angleichung an den charakteristischen Geschmack der Zeit.

 

Quelle: Wikipedia und Amt für Kul­tur, Denk­mal­pfle­ge und Mu­se­en Rostock - Abteilung: Denk­mal­pfle­ge
Bild: Marie Sophie Ziemer