Eingangsbild

20.12.21

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Besucher, Freunde und Interessierte,

das Büro des Max-Samuel-Hauses ist zwischen Weihnachten und Neujahr nicht besetzt. Sie erreichen uns jedoch per Mail unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.
Wir sind ab Dienstag, 4. Januar 2022 wieder für Sie da.

Zu den Feiertagen, Advent, Chanukkah und Weihnachten, wünschen wir vom Max-Samuel-Haus Ihnen allen ruhige Stunden im Kreise der Lieben. Mögen Sie mit herzlicher Zuwendung Ihrer Lieben, freundlichen Begegnungen und interessanten Gesprächen reich beschenkt werden. Ihnen allen frohe Feste und unsere besten Wünsche fürs Neue Jahr!

 

Petra Buntrock • Ulf Heinsohn • Steffi Katschke

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Das Festjahr #2021JLID erreicht am 11. Dezember seinen Höhepunkt – denn genau an diesem Tag vor 1700 Jahren erließ der römische Kaiser Konstantin ein Gesetz, das besagte, dass Juden städtische Ämter in den Kurien, den römischen Stadträten, bekleiden durften und sollten. Es ist das früheste schriftliche Zeugnis über jüdisches Leben in Mitteleuropa.
Der Verein 321 möchte diesen Tag, auf den sich das Festjahr bezieht, feierlich begehen und hat deshalb die Aktion „Flagge zeigen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ initiiert.

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26.11.21

„Einen herzlichen Kuss gibt‘s noch u. ein bisschen gestreichelt wird‘s Kind noch und tausend Mal alles Gute gewünscht und Liebe gesagt und dann ist sie weg die
Tante Mieze“

Brief von Marie Bloch an Elly Knapp, 23.01.1908 (Familienarchiv Heuss/Basel)

Rostock d. 23.I.08
Bismarkstr. 1

Mein liebes Knäppchen - Vater sieht‘s ja nicht - heut zum Geburtstag kann ich Dich unmöglich anders anreden, sonst wird es unnatürlich u. ich komme nicht in den lieben, warmen Ton hinein, den der Geburtstagsbrief für mein Knäppchen doch durchaus haben muß!
[…]
Für die „Ueberraschung“ des Patria Aufsatzes noch vielen schönen Dank. Ich habe ihn - da ich augenblicklich hier in R[ostock] sehr viel in Armenpflegesachen „mache“ auch mit besonderm Interesse u. auch einigem Verständnis gelesen u. mich sehr darüber gefreut. Ich habe mein Exemplar sogar gleich unsrer „Sozial-Hilfsgruppe“ in der wandernden Lesemappe zur Kenntnis gebracht u. so wird sie „in weiteste Kreise“ dringen. Meine Freunde machen sich überhaupt sehr verdient für unsre Mappe - von Frau du Bois konnte ich auch schon einen sehr interessanten Aufsatz über: „Arbeitslose u. Obdachlose“ die den Inhalt des Buches v. einer Mary Higgs „Glympses into the abyss“ in Münsterbergs Zeitschrift f. Armenwesen wiedergab, beilegen.

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Zum Pogromgedenken am 10. November 2021 (Ein Beitrag der Lehrerin Petra Skottki)

Die Nacht vom 9. zum 10. November 1938 war der Auslöser einer unglaublichen Welle von Gewalt gegen jüdische Mitbürger. In dieser Nacht brannte die Rostocker Synagoge. Jüdische Geschäfte und etwa 60 private Wohnungen wurden von den Nationalsozialisten überfallen und verwüstet. Ab dem 10. November erfolgten Verhaftungen. Einigen Familien gelang noch die Flucht ins Ausland. Am 11. Juni 1941 erfolgte dann die Auflösung der jüdischen Gemeinde von Rostock. Noch 1938 war in Rostock die größte jüdische Gemeinde in Mecklenburg mit etwa 175 Mitgliedern ansässig. Jährlich findet als Erinnerung an diese unaussprechliches Leid auslösende Nacht eine Gedenkfeier in der Rostocker Augustenstraße statt. Hier erinnert heute nur noch eine Stele an den Standort der Synagoge.

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08.10.2021

Auf insgesamt 19 Tafeln wurde zwischen dem 7. Mai und 1. Oktober 2015 eine Ausstellung über das Leben der Juden in Mecklenburg Vorpommern nach der Zeit des Zweiten Weltkrieges gezeigt. Die von Kuratoren Dr. Ulf Heinsohn und Jascha Lina Jennrich erarbeiteten Erkenntnisse wurden im Max-Samuel-Haus gezeigt. Die zentrale Frage und das Thema waren die Entscheidung vieler nach dem Krieg in Mecklenburg und Vorpommern gestrandeter Juden, wie es nach der Befreiung weitergehen sollte. Allgemein standen viele Fragen zu dieser Zeit im Raum.

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