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Die Bibliothek des Max-Samuel-Hauses wird derzeit Buch für Buch in den Katalog der Universitätsbibliothek eingepflegt.
Sie wird vorraussichtlich ab Frühjahr 2021 als Präsenzbibliothek nutzbar sein.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Für Fragen stehen wir Ihnen montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr
unter der Telefonnummer 0381/492 32 09 zur Verfügung oder per Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

BISHER ERSCHIENENE PUBLIKATIONEN

Hinweis: Alle Publikationen unseres Hauses können Sie telefonisch oder per e-Mail bestellen.


Führer zu Orten jüdischer Geschichte in Rostock

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Dieser Stadtplan zu den Stätten jüdischer Geschichte und Kultur in Rostock will – in Form einer Broschüre – zu einem Gang durch die alte Hansestadt Rostock anregen, bei dem die nicht bekannten Sehenswürdigkeiten im Mittelpunkt stehen.

Er benennt und erläutert Gebäude und Orte, die mit dem einstigen jüdischen Leben verbunden sind. Von ihnen verweisen nur die wenigsten – wie etwa der Jüdische Friedhof oder die Gedenkstele für die zerstörte Synagoge – ohne eine Benennung und Erläuterung auf diesen wichtigen Teil der Rostocker Geschichte.

Bibliographie:

Kristine Schlaefer und Frank Schröder, Führer zu Orten jüdischer Geschichte in Rostock, Stiftung Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur in Rostock (Hrsg.), Rostock: Redieck & Schade, 2002, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 0). Keine ISBN.

* 32 Seiten mit 21 schwarz-weißen Abbildungen
Schutzgebühr 3€


SinnLEHRE gegen SinnLEERE

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Vom 3. bis 5. Mai 1999 veranstaltete die "Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock - Max-Samuel-Haus" in Kooperation mit der Universität Rostock ein internationales Kolloquium zur Logotherapie Viktor E. Frankls. Der Band enthält verschiedene Beiträge renommierter Wissenschaftler zur Thematik.

Bibliographie:

Dirk Drewelow, Ilona Lieber, Heinz Gall, Jaro Křivohlavý, Otto Zsok und Yaʿaqov Zur, Sinnlehre gegen Sinnleere: Impulse zur positiven Wertevermittlung aus der Logotherapie des jüdischen Psychiaters Viktor E. Frankl: Kolloquium des Max-Samuel-Hauses und der Universität Rostock anlässlich des 75. Geburtstages von Dr. Dr. h.c. Yaakov Zur ... 3. bis 5. Mai 1999 in der Aula der Universität und im Max-Samuel-Haus, Dirk Drewelow and Christine Gundlach (Hrsg.) im Auftrag der Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur, Rostock: Max-Samuel-Haus, 2000, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 1). Keine ISBN.

* 96 Seiten
Schutzgebühr 3€


Ein bißchen anders bleibt man immer

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Was hat den Sänger aus Petersburg, die Ingeneurin aus Baku, den Programmierer aus Kiew, die Ärztin aus Poltawa, den Feinmechaniker aus Riga oder die Wissenschaftlerin aus Moskau bewogen, mit ihren Familien nach Rostock, Schwerin oder Wismar zu ziehen?

Mehr als 1.000 Juden kamen in den vergangenen Jahren aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion nach Mecklenburg-Vorpommern. 36 dieser jüdischen "Kontigentsflüchtlinge" berichten über ihr Leben zwischen Heimat und Fremde, Tradition und Gegenwart und Hoffnung.

Bibliographie:

Christine Gundlach, Ein bißchen anders bleibt man immer: jüdische Zuwanderer in Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin in Mecklenburg: Helms, 2000, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 2). ISBN 3-931185-75-3.

* 207 Seiten
Schutzgebühr 8€


100 jüdische Persönlichkeiten

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Als Rabbiner, Gemeinderepräsentanten, Künstler, Politiker, Unternehmer, Juristen, Mediziner, Wissenschaftler, Erfinder, Lehrer haben sie die Entwicklung nicht nur Mecklenburg-Vorpommerns, sondern auch des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und dann des Deutschen Kaiserreiches und der Weimarer Republik mitgeprägt.

Zu den Porträtierten gehören Persönlichkeiten, die heute in jedem Lexikon zu finden sind, wie der Autoerfinder Siegfried Marcus (Malchin) oder der Internist Oscar Minkowski (Greifswald), aber auch Persönlichkeiten der lokalen Geschichte, wie der Branddirektor David Davidsohn (Demmin) oder die Geburtshelferin Hedwig von Goetzen (Rostock).

Zwischen dem Geburtsdatum des Ältesten, des 1723 geborenen Medailleurs Jacob Abraham, und des Jüngsten, des 1924 geborenen Historikers Yaakov Zur, liegen zweihundert Jahre. Es sind zwei Jahrhunderte, die für Juden in Deutschland von entscheidender Bedeutung waren: im beginnenden 18. Jahrhundert sind sie noch Entrechtete, an der Wende zum 19. Jahrhundert beginnt ihr Kampf um Emanzipation und Gleichberechtigung, die sie schließlich endgültig und fast vollständig erst im ausgehenden 19. Jahrhundert erreichen. Die Anfänge des 20. Jahrhunderts erleben sie als selbstbewusste deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens.

Bibliographie:

Frank Schröder, 100 jüdische Persönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern, Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock (Hrsg.), Rostock: Stadtdruckerei Weidner, 2003, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 4). Keine ISBN.

* 174 Seiten
Schutzgebühr 8€


Die Welt ist eine schmale Brücke.
Yaakov Zur – ein Israeli aus Rostock.

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1939 emigrierte Alfred Jacques Zuckermann, 1924 in Rostock geboren, wie seine beiden Brüder nach Palästina. Sein Vater konnte nach England auswandern, seine Mutter und die kleine Schwester Ruth wurden nach Auschwitz deportiert und dort vergast. Fast ein halbes Jahrhundert später kam der Israeli Dr. Yaakov Zur wieder in seine Geburtstadt, die ihm 1993 die Ehrenbürgerschaft verlieh.

Kindheit in der Rostocker jüdischen Gemeinde, Schulzeit in Frankfurt/Main, Leben im religiösen Kibbuz Ein Hanaziv, Erziehungsauftrag in Südamerika, Studium in Jerusalem, Arbeit als Lehrer und Universitätsdozent, Familie, Religion, Wissenschaft und Politik: Erinnerungen von Yaakov Zur, Schilderungen von Familienmitgliedern und Wegbegleitern, Interviews, Dokumente und Fotos vermitteln ein jüdisches Lebensbild und einen Einblick in die deutsch-jüdische Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Bibliographie:

Yaʿaqov Zur, Die Welt ist eine schmale Brücke: Yaakov Zur – ein Israeli aus Rostock; Erinnerungen und Begegnungen, Christine Gundlach (Hrsg.), Schwerin in Mecklenburg: Helms, 2003, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 3). ISBN 3-935749-20-1.

* 256 Seiten
Schutzgebühr 8€


Die dunklen Jahre von Schwarzenpfost

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Wer auf der B 105 zwischen Rostock und Ribnitz die erlaubten 100 Stundenkilometer fährt, übersieht schnell den unscheinbaren Pfeil, der auf den angrenzenden schmalen Waldweg weist. Bald alle hundert Meter führt nahe Gelbensande ein Pfad in den dichten Mischwald. Doch dieser eine mit dem Hinweisschild "Schwarzenpfost" gibt Wanderern nicht nur schöne Blicke auf die Rostocker Heide frei. Er führt zu einem der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte: auf einer kleinen Lichtung stehen die Überreste des ehemaligen KZ-Außenlagers Schwarzenpfost.

Mehr als 50 Gelbensander Jugendliche haben in den vergangenen Jahren viel erfahren, während sie die regionale Geschichte erforschten. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind im Buch von Petra Klawitter erschienen: "Die dunklen Jahre von Schwarzenpfost", darin Berichte der Grausamkeiten von Lagerwärtern und Zwangsarbeiter-Schicksale. Aber auch der Stolz von Schülern und Lehrern, mit ihren Projekten ein neues Bewusstsein bei Menschen aus der Umgebung sowie Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik geschaffen zu haben.

Bibliographie:

Petra Klawitter, Die dunklen Jahre von Schwarzenpfost: Gelbensander Schüler erforschen deutsche Geschichte, Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock (Hrsg.), Rostock: BS-Verlag, 2006, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 6). ISBN 978-3-89954-214-1.

* 129 Seiten


Bruno Gimpel – Rostock - Ahrenshoop - Dresden

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Der in Rostock geborene Bruno Gimpel (18861943) war in seiner Wahlheimat Dresden als Plakatgestalter und Gebrauchsgrafiker sehr geschätzt. Bis 1933 beteiligte sich der Mitbegründer der "Vereinigung Rostocker Künstler" regelmäßig an Ausstellungen in seiner Geburtstadt. Gleichzeitig verbrachte er bis 1935 jährlich die Sommermonate in Ahrenshoop. In diesen schaffensreichen Jahrzehnten entstand ein umfangreiches Werk: Expressionistische Gemälde, Stilleben, Landschaftsaquarelle, aber auch baugebundene Arbeiten. Nach 1933 erhielt Gimpel als Jude Berufsverbot. Angesichts der drohenden Deportation wählte er 1943 den Freitod.

Der Rostocker Kunstexperte Klaus Tiedemann rekonstruierte in mehrjähriger Forschungsarbeit das Gesamtwerk Bruno Gimpels. Seine Monografie ist die erste umfangreiche Publikation über den Maler Bruno Gimpel. Sie enthält 76 vorwiegend farbige Werkabbildungen, Angaben zur Biografie und ein vorläufiges Werksverzeichnis.

Bibliographie:

Klaus Tiedemann, Bruno Gimpel: Rostock, Ahrenshoop, Dresden; Malerei, Grafik, Plakat; [accompanies the exhibitions ‹Bruno Gimpel – Rostock, Ahrenshoop, Dresden – Malerei, Grafik, Plakat› im Max-Samuel-Haus Rostock, [...] vom 3. September bis 29. Oktober 2006 und im Kunstkaten Ahrenshoop, [...] vom 13. Mai bis 10. Juli 2007], Frank Schröder (Hrsg.) im Auftrag der Stiftung Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur in Rostock, Berlin: MCM-Art-Verlag, 2006, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 7). ISBN 978-3-9809969-6-9.

* 79 Seiten
Schutzgebühr 22,50€


Kate Diehn-Bitt – Joseph-Zyklus

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Die Rostocker Malerin Kate Diehn-Bitt (1900–1978) schuf in den Jahren 1951 bis 1956 ein Gemäldezyklus, zu dem sie durch die Josephs-Romane von Thomas Mann angeregt wurde. Darüber hinaus bildeten Arbeiten zur jüdischen Geschichte und Mythologie über mehrere Jahrzehnte einen wichtigen Teil ihres umfangreichen Gesamtwerkes. Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Katrin Arrieta untersuchte in der vorliegenden Publikation die Stellung dieses Werkskomplexes in Gesamtwerk und Biografie der Künstlerin.

Bibliographie:

Katrin Arrieta, Kate Diehn-Bitt: der Joseph-Zyklus und andere Arbeiten zur jüdischen Geschichte und Mythologie,  Max-Samuel-Haus (Hrsg.), Rostock: Max-Samuel-Haus, 2007, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 8). Keine ISBN.

* 48 Seiten mit 36 farbigen Abbildungen
Schutzgebühr 9€


Kate Diehn-Bitt – Tagebuch

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Die 30 Aquarellstiftzeichnungen Kate Diehn-Bitts, das "Tagebuch" ihrer Kindheit und Jugend, entstanden 1958 – zu einer Zeit, als die Künstlerin sich im Widerstand gegen das in der "Formalismusdebatte" formulierte Programm der früheren DDR aus öffentlichen Funktionen, Aufträgen und Ausstellungen zurückgezogen hatte.

Indem sie sich auf ihr ureigenes thematisches und gestalterisches Potential besann, nahm sie eine radikale, einsame Position ein. Biografisches spielte darin eine große Rolle: an erster Stelle jenes sie tragende familiäre Umfeld, dessen Prägung durch den jüdischen Stiefvater Leo Glaser ihr Selbstverständnis vor allem in den Jahren des Nationalsozialismus sehr beeinflusst hatte.

Das "Tagebuch" lässt dieses Umfeld in zeichnerischen Momentaufnahmen erinnerten Alltags vielfach lebendig werden. Leuchtende Farben, ein feinsinniger, vom zarten bis zum heftigen Strich reichender Duktus, Genauigkeit im Detail und eine leise humorige Überzeichnung des Dargestellten geben den Blättern ihre einzigartige Ausstrahlung.

Bibliographie:

Katrin Arrieta, Kate Diehn-Bitt – Tagebuch: Kindheit und Jugend 1904–1920,  Max-Samuel-Haus (Hrsg.), Rostock: Max-Samuel-Haus, 2009, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 10). Keine ISBN. 

* 40 Seiten mit 36 farbigen Abbildungen
Schutzgebühr 9€


Die biblische Josefsgeschichte

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Der Theologe Dr. Fred Mahlburg, langjähriger Leiter der Evangelischen Akademie Mecklenburg-Vorpommerns, nähert sich aus eigener Sicht der biblischen Josephsgeschichte. Dies geschah in einem losen Zusammenhang mit der Absicht des Max-Samuel-Hauses, Werke der Malerin Kate Diehn-Bitt auszustellen, darunter auch einen Zyklus zur Josephsgeschichte. Ein direkter Bezug auf die Bilder und die Interpretation der Malerin war dabei nicht beabsichtigt.

Bibliographie:

Fred Mahlburg, Die biblische Josefsgeschichte: eine Nacherzählung mit Kommentaren, Rostock: Max-Samuel-Haus, 2007, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 9). Keine ISBN.

* 91 Seiten
Schutzgebühr 5€


Richard Siegmann. ... aber wir waren Deutsche

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Die Hinweise auf Richard Siegmann (1872–1943) in der Hansestadt Rostock sind vielfältig. Vor dem Rathaus erinnert ein "Denkstein" an ihn. Eine Straße im Stadtteil Reutershagen ist nach ihm benannt, eine Stiftung trägt heute seinen Namen.

Ein Unternehmer mit Weitblick, erster Förderer des mecklenburgischen Fremdenverkehrs, Bürger mit Gemeinsinn: All das war Richard Siegmann, der von 1898 bis 1935 in Rostock lebte. Zum ersten Mal sind Daten, Fakten und Hintergründe seines Lebens zusammenhängend dargestellt, eines Lebens, das nach 1945 fast völlig in Vergessenheit geraten war. Die große Bedeutung des Straßenbahndirektors für Rostock und Mecklenburg offenbart sich dem Leser nun eindrucksvoll.

Was mit der Elektrifizierung der Rostocker Straßenbahn 1904 begann, sich in den 20er Jahren mit der Integration des Omnibusses in das Nahverkehrsnetz fortsetzte und seinen Höhepunkt in der strategischen Erweiterung des Liniennetzes erfuhr, wurde von ihm initiiert. Die besondere Aufmerksamkeit des politisch engagierten Liberalen galt dem Auf- und Ausbau einer professionellen Vermarktung des Tourismus in Mecklenburg.

Siegmann gehörte folgerichtig zu den Gründungsmitgliedern des Rostocker Verkehrsvereins im Januar 1910 und des Mecklenburgischen Verkehrsverbandes im Mai 1911, dessen Vorsitzender er über lange Jahre war. Nach der erzwungenen Entlassung aus der Rostocker Straßenbahn AG aufgrund seiner jüdischen Herkunft kehrte der gebürtige Berliner mit seiner Familie 1936 in die deutsche Hauptstadt zurück. Richard Siegmann fühlte sich Zeit seines Lebens als Deutscher und konnte sich daher nach 1933 nicht zur rettenden Emigration aus seinem Heimatland entschließen. Er verhungerte im Oktober 1943 im KZ Theresienstadt. Die Nationalsozialisten ermordeten fast die gesamte Familie.

Bibliographie:

Jan-Peter Schulze, Richard Siegmann: ...aber wir waren Deutsche, Max-Samuel-Haus (Hrsg.), Rostock: Redieck & Schade, 2011, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 11). ISBN 978-3-942673-08-2.

* 219 Seiten
Schutzgebühr 8€


Die Familie Josephy

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Ausverkauft! Historisch anschaulich und mit beeindruckenden Dokumenten und Archivmaterialien belegt, dokumentiert die neue Buchpublikation des Max-Samuel-Hauses das Leben und vielfältige Wirken der deutsch-jüdischen Familie Josephy über einen Zeitraum von 11 Generationen, das im mecklenburgischen Schwaan seinen Anfang nahm.

Im beginnenden 18. Jahrhundert waren die Josephys rechtlos. Ihre Existenz in der feudalen Gesellschaft blieb abhängig von Fürstengunst. Als "Schutzjuden" bauten sie sich in Schwaan mühsam ihre Lebensgrundlage auf. Hundert Jahre später erlebten sie 1813 erstmalig eine kurze Gleichstellung. Auch deren Aufhebung konnte ihren Willen zur Selbstentfaltung und ihre Forderung nach bürgerlichen Rechten nicht brechen. Sie eroberten sich als Kaufleute ihren Platz in der kleinstädtischen Gesellschaft. In der Synagoge rangen sie um die religiöse Ausrichtung. Das Kaiserreich vollzog 1871 ihre Gleichberechtigung. Sie erschlossen sich neue Geschäftsfelder, nutzten die Chance des wirtschaftlichen Aufschwungs.

In Deutschland wurden die Josephys ab 1933 verfolgt, verloren ihre Arbeit und ihre Bildungschancen. Als erste wanderten die jungen Familienmitglieder aus. Die Männer verhaftete man in der Pogromnacht im November 1938. Danach versuchten auch die älteren, aus Nazi-Deutschland wegzukommen. Sieben Familienmitglieder wurden Opfer des Holocaust. Die Emigranten fanden eine neue Heimat, die Familie verteilte sich auf drei Kontinente. Im beginnenden 21. Jahrhundert wächst in Kanada, Costa Rica, Großbritannien, Israel, in der Schweiz und den USA die jüngste Generation der Familie Josephy auf. In Deutschland lebt heute kein Familienmitglied mehr.

Bibliographie:

Steffi Katschke und Frank Schröder, Die Familie Josephy: Lebenswege einer deutsch-jüdischen Familie aus Schwaan 1714 – 2012, Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock (Hrsg.), Rostock: Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock, 2012, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 12). ISBN 978-3-00-038618-3.

* 216 Seiten
Hinweis: Dieses Buch ist ausverkauft. Das Buch ist nur in den Räumen der Bibliothek im Max-Samuel-Haus verfügbar.


Die Synagoge und ihre Rabbiner

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Diese Broschüre – erschienen in deutscher und englischer Sprache – beschäftigt sich mit der wechselvollen Geschichte der Rostocker Synagoge und ihrer Rabbiner.

Am 14. September 1902 weihte Landesrabbiner Dr. Fabian Feilchenfeld die in der Augustenstraße 101 erbaute Synagoge ein. Dieser vom Architekten Prof. Ludwig Levy entworfene Bau spiegelte das gewachsene Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinde der Hansestadt Rostock wider. Mit 350 Plätzen war der Bau die größte und repräsentativste Synagoge im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Sie war durch Gottesdienste, religiöse Feiern und viele innergemeindliche Aktivitäten Zentrum eines lebendigen jüdischen Lebens. Mit der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung im NS-Staat wurde die Synagoge zunehmend zum Fluchtpunkt einer immer kleiner werdenden Gemeinde. Diese letzte Möglichkeit selbstbestimmten Gemeindelebens endete in der Reichspogromnacht. Am 10. November 1938 wurde die Rostocker Synagoge niedergebrannt, danach musste die Ruine verkauft werden. Wahrscheinlich im Jahr 1944 wurde das Grundstück von einer Bombe getroffen und auch die Ruine zerstört.

Bibliographie:

Steffi Katschke und Frank Schröder, Die Synagoge und ihre Rabbiner: Rostock 1902–1938 / The synagogue and its rabbis, Oliver Hoffmann (Übersetzer), Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock (Hrsg.), Rostock: Max-Samuel-Haus, 2013, (Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 13). ISBN 978-3-00-044025-0.

* 40 Seiten mit 12 schwarz-weißen Abbildungen
Schutzgebühr 6€


Nimm mich mit

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Die Autorin Helga Mahlburg zeichnet die Lebensgeschichte von Alfred Jacques und Ruth Zuckermann nach. Illustriert mit zahlreichen Aquarellzeichnungen erzählt dieses Buch auf kindgerechte Weise, wie das Leben jüdischer Kinder in der Zeit des Nationalsozialismus war.

Das Buch lehnt sich in Text und Gestaltung eng an das Buch "Die Welt ist eine schmale Brücke" an. Für dieses Buch hatte die Rostocker Germanistin Dr. Christine Gundlach viele Gespräche mit Alfred Jacques Zuckermann (Yaakov Zur) geführt und aufgezeichnet. Aus den zahlreichen Tonaufnahmen und den schriftlichen Aufzeichnungen Yaakov Zurs ist ein Buch mit seinen Lebenserinnerungen entstanden.

Für das Kinderbuch mussten manche Zusammenhänge verkürzt dargestellt werden, die inhaltliche Richtigkeit ist aber erhalten geblieben. Das Kinderbuch ist geeignet für Leser ab 6 Jahren.

Bibliographie:

Helga Mahlburg, Nimm mich mit!, Stiftung Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur in Rostock (Hrsg.), Rostock: Max-Samuel-Haus, 2014, (=Schriften aus dem Max-Samuel-Haus; Bd. 14). Keine ISBN.

* 70 Seiten mit Aquarellzeichnungen
Schutzgebühr 9,90€


 Blätter aus dem Max-Samuel-Haus

BMSH grau

Die Blätter aus dem Max-Samuel-Haus war eine in unregelmäßigen Abständen zwischen 1992 und 2006 intern herausgegebene Zeitschrift, unterbrochen von vier Sonderausgaben (mit * markiert). Sie befasste sich unter anderem mit aktuellen Veranstaltungen, Neuigkeiten über die Stolper-/Denksteine oder aus der Jüdischen Gemeinde Rostock. Dazu gab es des öfteren Buchtipps und Rezensionen sowie Reiseberichte und Artikel über Gäste des Hauses oder andere Persönlichkeiten. Hier können Interessenten die Ausgaben der Blätter aus dem Max-Samuel-Haus einsehen und herunterladen. So erhalten sie wertvolle Einblicke in die Geschichte der Stiftung.

Nr. 30, Sep. 2006 Nr. 15, Jan. 2000
Nr. 29, Jun. 2005 Nr. 14, Okt. 1999
Nr. 28, Feb. 2005 Nr. 13, Jun. 1999
Nr. 27, Jul. 2004 Nr. 12, Feb. 1999
Nr. 26, Apr. 2004 Nr. 11, Nov. 1998
Nr. 25, Sep. 2003 *Nr. 10, Nov. 1998
Nr. 24, Jan. 2003 Nr. 9, Sept. 1998
Nr. 23, Okt. 2002 Nr. 8, Jun. 1998
Nr. 22, Mai 2002 Nr. 7, Apr. 1998
Nr. 21, Okt. 2001 Nr. 6, Jan. 1998
*Nr. 20, Sept. 2001 Nr. 5, Jul. 1997
Nr. 19, Mai 2001 Nr. 4, Okt. 1996
Nr. 18, Jan. 2001 Nr. 3, Apr. 1996
Nr. 17, Okt. 2000 *Nr. 2, Okt. 1992
*Aug. 2000 Nr. 1, Jul. 1992
Nr. 16, Jun. 2000