Eingangsbild

Mittwoch, 23. Juni 2021 um 17.15 Uhr
"Auf den Spuren jüdischer Friedhöfe im römisch-deutschen Reich des Mittelalters"

Online-Vortrag von Dr. Susanne Härtel (Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft, Universität Potsdam)
Teilnahme unter dem Link: https://uni-rostock-de.zoom.us/j/64730586369?pwd=c0MybllsNXhRWFUxOXg5MW5rTldaZz09

Wer heute noch nach Überresten mittelalterlicher jüdischer Friedhöfe sucht, wird gewöhnlich nur auf wenige Spuren stoßen: Einzelne Grabsteine sind nach den Vertreibungen der jüdischen Bevölkerung etwa als Baumaterial zweitverwendet worden und befinden sich noch immer in Fundament und Wänden älterer Gebäude. Manche Flurnamen deuten bis heute auf die Existenz eines früheren jüdischen Friedhofs.

Im Zuge von Bauarbeiten und Grabungen hat man verschiedentlich Gebeine freigelegt, die einer mittelalterlichen jüdischen Begräbnisstätte zugerechnet werden können. Im Vortrag soll von entsprechenden Überresten, auch aus Mecklenburg, ausgegangen werden, um die jüdische mittelalterliche Begräbnispraxis – soweit möglich – zu rekonstruieren und innerhalb der umgebenden christlichen Umwelt zu verorten. Dabei wird sich zeigen, dass die Friedhöfe der Juden einmal weitaus stärker in das städtische Leben eingebunden waren als man es angesichts ihrer späteren Zerstörungen vielleicht vermuten würde.

Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Blockseminars "Auf den Spuren jüdischen Gedenkens in Rostock und Mecklenburg – Geschichte und Institutionen" der Universitätsbibliothek Rostock in Kooperation mit dem Arbeitskreis mediävistisch NachwuchswissenschaftlerInnen an der Universität Rostock.

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